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Die schlechte Nachricht
Fließt das EPS Dämmgranulat heraus, wenn Fenster gewechselt werden oder Mauerwerksdurchbrüche ausgeführt werden? Leider ja, so gut wie sich der EPS Dämmstoff bis in den letzten Winkel des Hohlmauerwerks einblasen lässt, so leicht kann er bei Mauerwerksdurchbrüchen auch wieder heraus fließen. Zwar ist ein modernes Dämmgranulat nicht mehr rund, sondern zum Beispiel Linsen- oder Kaffeebohnenförmig und etwas komprimiert im Hohlraum, aber bei groben Mauerwerksdurchbrüchen kann es trotzdem herauslaufen.
Die gute Nachricht
EPS Dämmgranulat lässt sich sehr leicht mit heißem Wasserdampf nachträglich verfestigt werden kann. Im Herstellungsprozess für Neopor in Plattenform für die Wanddämmung von Außen, wird auch aus dem Grundstoff EPS mittels heißem Wasserdampfs ein Neopor Block erstellt, welcher hinterher mit heißen Drähten in Plattenform geschnitten wird.
Kleinere Durchbrüche bis 5 cm Durchmesser sind unproblematisch und der Dämmstoff braucht hierfür nicht verfestigt zu werden.
Beim Fensterwechsel von Häusern, welche in Erstausrüstung mit Holzfenstern ausgestattet waren, braucht der Dämmstoff normalerweise auch nicht verfestigt zu werden, weil um die Fensteröffnung immer eine Abmauerung aus einem halben Stein erstellt wurde.
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Unsere Erfahrung ist, dass sich Dämmstoffe die einem Mauerdurchbruch standhalten und nicht nachrutschen, sich auch beim einblasen schlecht im Hohlraum verteilen und unter Umständen nicht Setzungssicher eingebaut werden können.
Weil der Auftraggeber für diese Einblasdämmung in Salzgitter für die nächsten Jahre einen Fensterwechsel mit Vergrößerung der Fensteröffnungen geplant hat, haben wir vorsorglich direkt um die Fensterbereiche den Dämmstoff mit heißem Wasserdampf verfestigt. Die nachträgliche Kerndämmung dieses zweischaligen Mauerwerk inklusive der Verfestigung des Dämmstoffs um die Fensteröffnung wurde zum Festpreis ausgeführt. Voraussichtlich kann der Bauherr durch diese Dämmarbeiten jährlich circa 20-30 % Heizenergie einsparen.


